Verlag > Werkstattstechnik online > News
   

News

04.04.2019

Neues 3M Schleif-Trainingscenter in Neuss

Center of Abrasive Technologies | CAT

Rund eine Million Euro hat 3M in das Center of Abrasive Technologies | CAT an seinem Standort in Neuss investiert, um Kunden zukünftig noch besser in innovativen Schleiftechnologien weiterbilden zu können. Jetzt wurde das neue Trainingszentrum im Beisein von mehr als 180 Gästen eröffnet, darunter zahlreiche Kunden, aber auch Handels- und Technologiepartner sowie 3M-Kollegen aus aller Welt. Insbesondere eine hochmoderne Roboterzelle trägt dazu bei, dass 3M im neuen Trainingszentrum auch für zukünftige Kundenanforderungen gerüstet ist.

Knapp ein Jahr haben die Umbauarbeiten der neuen Räume gedauert. Nun kann dort das gesamte Spektrum – von Schleiftechnologien bis hin zu konkreten Anwendungen – in Theorie und Praxis gleichermaßen vermittelt werden. Denn das sogenannte CAT verfügt nicht nur über einen neuen, hochmodernen Schulungsraum sowie über eine umfangreiche Auswahl an Maschinen zur Bearbeitung verschiedener Schleifanwendungen. Es bietet mit einer Station zum Finishen/Entgraten, einem Polieraggregat sowie einer Winkelschleifer-Teststation auch die Möglichkeit, das Erlernte im Anschluss praktisch zu trainieren.

Robotics – ein Blick in die Zukunft

Neben den klassischen Verfahren bietet das CAT aber ein weiteres Highlight: eine hochmoderne Roboterzelle mit unterschiedlichen Schleifmaschinen, die von einem Kuka Roboterarm beschickt werden. „In gewissem Sinne trifft im CAT Tradition auf Moderne. Es wird nach wie vor kleine und mittlere Handwerksbetriebe geben, in denen klassisch von Hand geschliffen wird und die wir hier weiterhin trainieren werden. Aber wir müssen uns natürlich auch jenen Wünschen unserer Kunden nach mehr Automatisierung und Digitalisierung stellen. Hier sehen wir nachhaltige Wachstumsmöglichkeiten.", so Andreas Boxberger, Hauptabteilungsleiter für den 3M Geschäftsbereich Schleif- und Poliersysteme. So soll die neue Roboterzelle Schulungsteilnehmern in Zukunft eindrucksvoll demonstrieren, was Automatisierung in der Metallbearbeitung und speziell im Bereich Schleifen leisten kann. Und welche Vorteile sie bietet.

Präzise und reproduzierbar

Moderne Industrieroboter wie in der 3M Roboterzelle sind in der Lage, die erforderlichen Bewegungen eines Bauteils relativ zum Schleifband auszuführen, absolut genau und reproduzierbar. Dazu müssen aber alle Komponenten des Schleifprozesses, also nicht nur der Roboter, sondern auch Schleifmaschine und Schleifmittel, optimal aufeinander abgestimmt sein. Das neue CAT in Neuss zielt deshalb auch auf die Zusammenarbeit von Schleifmittelhersteller und Bearbeiter bei der Gestaltung des Schleifprozesses. Der in der Roboterzelle aufgebaute Bearbeitungsstand kombiniert einen Kuka Industrieroboter mit unterschiedlichen Schleif- und Polierstationen. Dieser Aufbau erlaubt die automatisierte Durchführung unterschiedlichster Schleifprozesse und die Integration verschiedener Parameter wie Schleifgeschwindigkeit, Anpressdruck etc. in die Untersuchung des Prozesses. Kunden von 3M haben mit dieser Roboterzelle die Möglichkeit, ihre Prozessentwicklung auszulagern, ohne im eigenen Werk Bearbeitungskapazitäten zu blockieren.

Hightech live erleben

Tradition und Moderne spiegelten sich dann auch in den Vorträgen der beiden Gastredner wieder: So referierte Martin Siedler von der SHL über die Bearbeitung von Aluminiumstrukturteilen – insbesondere unter dem Blickwinkel der Automatisierung. Insbesondere bei der Serienfertigung solcher Teile, wie sie im Automobilbau typisch sind, ist eine automatisierte und damit wirtschaftliche Fertigung unerlässlich, so Martin Siedler. Und die lasse sich mit der Bauteilführung durch Industrieroboter und Bandschleifmaschinen besonders gut realisieren. Elisabeth Schärtl von Kuka ging in ihrem Beitrag auf die verschiedenen Meilensteine der Robotikforschung ein und gab einen Ausblick, welche zukünftigen Entwicklungen noch zu erwarten sind. Und in welchen Bereichen diese zum Einsatz kommen könnten. Da in Zukunft ihrer Meinung nach immer mehr Prozesse automatisiert ablaufen werden, stellt die Kollaboration zwischen Mensch und Maschine und damit auch die einfache und intuitive Bedienbarkeit automatisierter Prozesse eine besondere Herausforderung dar.

In verschiedenen Gruppen hatten die Teilnehmer im Anschluss die Möglichkeit, das neue Trainingszentrum und seine verschiedenen Stationen und Möglichkeiten zu besichtigen. Dabei stellten die 3M Schleifexperten auch ein neues Trainingskonzept vor, dass mit der Eröffnung des CAT einhergeht. Schon im März werden die ersten Schulungsteilnehmer erwartet. Die Trainings widmen sich unter anderem den Grundlagen der Metall- und Lackbearbeitung, der Schweißnaht Vor- und Nachbearbeitung oder dem Finishen.

Weitere Informationen zu den Trainings und den Terminen sind unter www.xing-events.com/basismet.html abrufbar.



IMPRESSUM  |  DATENSCHUTZ  |  © VDI Fachmedien GmbH & Co. KG 2019
Login für registrierte Benutzer

Passwort vergessen?

Sind Sie neu hier?