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12.03.2019

Investitionen in autonomes Fahren noch verhalten

Autostudie 2019

11 % der Automobilhersteller und Zulieferer investieren aktuell in automatisiertes Fahren, 13 % planen in den kommenden drei Jahren ein Engagement. Obwohl die Technologie als Wachstumstreiber gehandelt wird, investiert die Branche in der Breite noch verhalten. Ganz oben auf der Investitionsliste stehen die Entwicklung von Standards, die digitale ‧Sicherheit sowie die Digitalisierung der Fahrzeuge und der Produktion. Das zeigt die Studie „Branchenkompass Automotive 2019“ von Sopra Steria Consulting, Hamburg (www.soprasteria.de), und dem F.A.Z.-Institut. Mehr als hundert Führungskräfte aus der Automobilbranche wurden befragt.

68 % der befragten Automobilhersteller und Zulieferer sehen die Zukunft der Branche in selbstfahrenden Autos. Damit zählt autonomes Fahren zu einem der großen Wachstumstreiber. Aktuell sind es vor allem die großen Autokonzerne und Zulieferer in Deutschland, die entsprechend hohe Summen investieren, um mit dem Engagement der Wettbewerber aus den USA und Asien mitzuhalten. Volkswagen und Bosch führen beispielsweise das Patentranking im Bereich autonomes Fahren an. Bosch hat sich sogar gegen die Entwicklung von Batterien für das Elektroauto entschieden, um sich voll auf teil- und vollautonome Fahrzeuge zu fokussieren. Daimler forciert die Entwicklung fahrerloser Lkw.

Bezogen auf die gesamte Branche konzentrieren sich die Investitionen allerdings auf vergleichsweise wenige Unternehmen. Es gibt eine eher überschaubare Start-up-Szene, die sich zum Beispiel um die nötige Software zur Steuerung und Sicherung selbstfahrender Automobile kümmert. Die wird in der Regel in den USA und Israel entwickelt. Um sich nicht zu stark von Übersee-Firmen abhängig zu machen, investieren die Autobauer vielfach in Deutschland selbst breit in digitale Technologien. Die veröffentlichten Milliardenpakete von Volkswagen und Audi umfassen beispielsweise Investitionsposten wie Elektromobilität, Mobilitätsdienste und die Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette. Daimler und BMW arbeiten im Rahmen eines Joint Venture an gemeinsamen Mobilitätsprojekten.

Weitere Informationen und die Studie finden sich unter www.soprasteria.de/newsroom/publikationen/studie/branchenkompass-automotive-2019.



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